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  Impressionen SGDay 03
 
Mémoire de Forme – vom Traum zur Technologie

Eidgenössisch Technische Hochschule Lausanne,
Samstag, 22. November 2003, 9.00–18.00 Uhr

Mémoire de forme – erinnern Sie sich an die orange Spirale, die auf www.memoiredeforme.ch hinwies und auch, diesmal aber digital bewegt, die Website öffnete? Oder den grün/gelben Papierkamm? So eigenwillig diese ersten Auftritte waren, so kreativ ging es weiter. Die ganze Woche vor dem SGDay begegnete man von Lausanne-City bis zum Campus an der EPFL der Zahl 22, dank der APG. Geschaffen wurden diese wegweisenden Posters von Fairouz Joudié, Mijat Mijatovic, Laurent Pizzotti und Alain Wannaz.

Mémoire de forme – die «EPFL-Stadt» am Rande von Lausanne begrüsste den Besucher mit einer Vielzahl an architektonischen Formen, gleich einem Architekturarchiv im Massstab 1:1. Das grösste Auditorium, ausgestattet mit neuester Technik ist bereit, mehr als 300 Personen zu empfangen.

Mémoire de forme – das gedruckte Tagungsprogramm, den Teilnehmern beim Empfang in die Hände gedrückt, entfaltete sich als Stern mit Innen- und Aussenleben.

Mémoire de forme – vor dem Auditorium interessierten die verschiedenen Sponsoren und Partner die Augen der Besucher mit Ihren Produkten und Werken. Zahlreiche informelle und fruchtbare Kontakte.

Mémoire de forme – kam endgültig in Bewegung als der Moderator, Bernard Crettaz, gleich zu Beginn eine Programmänderung verkünden musste. Die Absenz von David Carson und das spontane Einspringen von Jelle van der Toorn Vrijthoff. Der Stil ist vorgegeben: lebhaft, auffordernd, gastlich.
Nicolas Henchoz, verantwortlich für die Kommunikationsstrategie der EPFL präsentierte die Entwicklung des neuen Auftrittes. Keine sterile grafische Charta, sondern ein klarer, moderner, junger Stil, in die Praxis umgesetzt von mehreren jungen Ateliers: Optimo, Antidote, Oxyde, Studio 21.
Prof. Rolf Gotthardt (Autor von «Mémoire de forme», Gestalter Fairouz Joudié SGD) demonstrierte Beispiele von Versuchen, die die Superelastizität von gewissen Materialen unter speziellen physikalischen Bedingungen aufzeigen. Der Künstler Etienne Krähenbühl nützt diese Phänomene aus, um seine Skulpturen beweglich zu machen. Ein gelungenes Beispiel der Zusammenarbeit und Komplementarität von Kunst und Wissenschaft.
Patrick Keller gewährte Einblick in die interdisziplinarische, experimentelle, prospektive und rhizomatische Arbeitsweise von Fabric/ch. Die Erkundung einer anderen Welt mit eigenständigem Dasein, bestehend aus elektronischer Architektur in anderen Dimensionen.
Szenenwechsel – Les Chinois aus Paris, Ludovic Roudy und Julien Bennamias, zeigten ihre interaktiven, spielerischen Websites, eine Mischung von Fotos, Pictogrammen und Grafik. Ein gutes, rigoroses Konzept mit eine Prise Ironie.
Andrey Logvin führte uns nach «Moscow today», eine andere Welt, wo russische Graphic Designers unter widrigsten Bedingungen arbeiten ohne den Humor zu verlieren. Er zeigte das Umfeld, sein Quartier, ein paar seiner besten Kollegen und, natürlich, seine Werke.
Fremde Welt – gebanntes Publikum. Der Hollander, Jelle van der Toorn Vrijthoff, creative Director von Total Design begeisterte mit seinen «Stationen eines Graphic Designers» nicht nur die zahlreich anwesenden Studenten. Ein grafischer und musealer Parcours der typisch holländischen Schule, der die Abwesenheit Carson's definitiv vergessen liess.
Der Schweizer Grafiker, Giorgio Pesce vom Atelier Poisson, bewies mit seiner Präsentation, dass Lausanne nach wie vor in der internationalen Designscene ein Wörtchen mitzureden hat. Mit ihrer markanten, persönlichen und sehr produktiven Schaffensart, setzte diese Präsentation einen optimistischen und fröhlichen Schlusspunkt.
Ein Novum am SGDay waren die Präsentationen der Gestalterschulen der Romandie. Wenn gewisse Delegierte etwas zu gesprächig waren, überzeugte die Präsentation der Schule in Siders, durch ihre erfrischende Art und Weise.

Mémoire de forme – fand nach einem intensiven Tag einen Ausklang bei einem Glas Wein und allem was so dazugehört – und wird uns allen noch lange im Gedächtnis bleiben. Ebenso wie die Energie unserer Kollegen der Region SGD Vaud/Valais, Fairouz Joudié, Laurent Pizzotti und Carole Linder, Alain Wannaz und Carline Coigny, die uns diesen SGDay verbunden mit soviel Herzblut und einem riesigen Aufwand zum Geschenk machten.

Merci beaucoup chers amis.

Text Erika Remund
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